Maximale Tragedauer von Kontaktlinsen

Wer anfängt sich mit dem Thema weiche Kontaktlinsen zu befassen, wird von der Menge an Informationen fast erschlagen. Da gibt es einmal verschiedene Arten von Kontaktlinsen und dann noch die ganzen Fachbegriffe. Zeit also, Ordnung in das Chaos zu bringen.

Kontaktlinsenarten nach Sehstärke

Natürlich gibt es Kontaktlinsen für verschiedene Sehschwächen. Für normale Weitsichtigkeit oder Kurzsichtigkeit, für Hornhautverkrümmung und eine Art Gleitsichtlinse bei altersbedingter Weitsichtigkeit.

Für die „normale“ Sehschwäche haben die Linsen meist keine zusätzliche Bezeichnung.

Bei der Hornhautverkrümmung kommt meist ein „Toric“ hinzu. Denn Linsen gegen Hornhautverkrümmung (auch Astigmatismus genannt) sind fachsprachlich „torische Kontaktlinsen“.

Zu Letzt noch die multifokalen Linsen bei altersbedingter Weitsichtigkeit (Presbyopie). Diese sind ähnlich einer Gleitsichtbrille mit mehreren Stärken ausgestattet.

Welchen Linsentyp man braucht, hängt von der Art der Sehschwäche ab und man hat keine Wahl. Man erfährt das bei der Kontaktlinsenanpassung beim Optiker, die ausdrücklich empfohlen wird.

Linsen nach Tragedauer

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Thema. Denn alle diese Linsen gibt es als Tages-, 2 Wochen- und Monatslinsen. Selten werden sogar noch längere Zeiträume (3-Monatslinsen, Jahreslinsen) angeboten.

Da die Systematik bei allen Linsen gleich ist, die man länger als einen Tag trägt, betrachten wir nur Tageslinsen und die gängigsten Vertreter der anderen: die Monatslinsen.

Was unterscheidet Tageslinsen vom Rest?

Eine Tageslinse wird aus der sterilen Verpackung direkt ins Auge gesetzt. Gewaschene Hände vorausgesetzt, gibt es somit kaum Kontakt zu verunreinigenden Stoffen.

Nachdem die Linse den ganzen Tag auf der Hornhaut verbracht hat, wird sie herausgenommen und entsorgt. Der nächste Morgen bringt ein neues Paar, frische und sterile Linsen. Man braucht keine weiteren Hilfsmittel wie Pflegemittel oder Kontaktlinsenbehälter.

Tageslinsen sind also die hygienischste Art, Linsen zu tragen und in der Handhabung extrem einfach. Durch den hohen Verbrauch sind Tageslinsen allerdings teurer.

Preis/Leistungsverhältnis oft entscheidend

Monatslinsen sind bei täglicher Nutzung günstiger als Tageslinsen. Und das, obwohl man noch Pflegemittel benötigt. Denn Monatslinsen werden am Ende eines Tages herausgenommen und über Nacht in diese Pflegelösung eingelegt. So sind die Linsen am nächsten Morgen wieder frisch. Jedoch gibt es viel mehr Möglichkeiten für Keime und Bakterien.

Wichtig zu wissen: Eine Monatslinse darf laut den Herstellern nur 30 Tage nach Öffnung der Verpackung verwendet werden. Damit sind allerdings fortlaufende Tage gemeint, egal ob man die Linsen auch trägt. Wenn man sich an diese Vorgabe hält und die Linsen z.B. nur 2-mal innerhalb dieser 30 Tage trägt, ist das nicht besonders effizient.

Am Ende kosten Monatslinsen bei täglicher Nutzung ungefähr die Hälfte von Tageslinsen. Und da ist das Pflegemittel schon eingerechnet. Das lässt viele Linsenträger nicht lange überlegen.
Wechselt man zudem ab und an den Kontaktlinsenbehälter und achtet sorgsam auf die Pflege, ist das hygienische Risiko auch minimiert.

Tageslinsen für ab und zu?

Bei gelegentlichem Tragen spielen dann Tageslinsen ihre Vorteile aus. So gibt es viele Sportler, die 2-3-mal in der Woche trainieren und nur dafür Tageslinsen nutzen. Auch im Urlaub werden oft Tageslinsen genutzt. Man ist einfach flexibler, da man nicht überall das Pflegeset zur Hand haben muss.

Für Anfänger sind Tageslinsen auch besser geeignet. Oft sind Kontaktlinsenneulinge nicht vorsichtig genug. Reißt eine Linse, ist der finanzielle Verlust bei Tageslinsen nicht so groß.

Fazit

Wer täglich Linsen trägt, kommt mit Monatslinsen am günstigsten. Das ist allerdings auch der einzige Vorteil. Hygienischer und praktischer im Alltag sind Tageslinsen. Weitere wichtige und interessante Details zum Thema Tages- oder Monatslinsen finden sie auch in diesem Artikel auf www.kontaktlinsen-vergleichen.de

Ganz wichtig sind jedoch regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt oder Optiker. Das kostet zwar auch etwas, aber manche Augenkrankheiten kommen schleichend, können vom Fachmann aber früh genug erkannt werden. Und wenn dann einmal die Kontaktlinsenunverträglichkeit eintritt, möchte man ja nicht an der falschen Stelle gespart haben.